Schrauben, Oldtimertreffen und ein Stolperer…

Der Einbau des Bremskraftreglers gestern Abend ging unproblematischer von Statten, als zunächst vermutet. Die drei Bremsleitungen ließen sich ohne größere Probleme lösen, nicht ganz selbstverständlich, schließlich war es seit fast 30 Jahren das erste Mal, dass diese bewegt wurden. Dank Martins Hilfe war dann auch schnell entlüftet und der BKR eingestellt. Jetzt noch kurz auf den Bremsenprüfstand, alles grün, top Bremswerte, somit stand der Abnahme heute nichts mehr im Wege. Verzeiht mir bitte, aber auf Grund der doch recht knappen Zeit, habe ich vom Tausch keine Fotos gemacht.

Heute Früh um halb acht ging es dann nach Pfedelbach zu GTÜ, die Federn wollen ja noch offiziell in Augenschein genommen werden. Die Fahrt dort hin konnte ich gleich als ausgiebige Probefahrt nutzen und was soll ich sagen, die Bravo-Charlie fährt sich richtig toll, die vielen Stunden Arbeit haben sich wirklich gelohnt. Kein Schwimmen mehr bei unebener Strecke oder in Kurven, 90 km/h verursachen kein Klingeln mehr in den Ohren und selbst an Steigungen sind 60-70 km/h kein großes Problem mehr, dabei ist der Motor nach den langen Standzeiten in den letzten eineinhalb Jahren noch gar nicht richtig „freigefahren“. Ich genoss also die Fahrt und hab schon mal die Urlaubsplaylist laufen lassen, da kam fast schon Reisestimmung auf und viertel vor acht stand ich als erster vor der Prüfhalle.

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Doch ich stand nicht lange alleine dort, kurz nach mir kam ein Mercedes W123 im typischen 80er Jahre beige auf den Hof gefahren und ein paar Minuten später ein wirklich schön restaurierter schwarzer Mustang. Während wir auf den Prüfer warteten tauschten wir unsere Erfahrungen aus und begutachteten das Fahrzeug des jeweils anderen. Als kurz vor acht dann der Prüfer ankam, meinte der nur mit einem Grinsen „Ist denn heute Oldtimertag?“

Die eigentliche Abnahme war dann auch in 15 Minuten über die Bühne und man hat dem Prüfer angemerkt, dass er ein Herz für ältere Fahrzeuge hat. Nachdem er den „neuen“ Bremskraftregler gesehen hat und ich ihm die Geschichte der letzen Woche erzählt hatte, war die Sache durch und die Eintragung in meiner Tasche.

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Als ich gerade den Heimweg antreten wollte rief Karin an, Matteo ist in der Kita gestolpert und auf´s Kinn gefallen – Platzwunde, na toll und das zwei Tage vor dem Urlaub. Kurz nachdem ich wieder zu Hause war, kamen die zwei vom Arzt, mit einem Stich genäht, also halb so wild, wird zwar etwas einschränken, was das Baden in der ersten Woche angeht, aber hätte schlimmer kommen können.

Jetzt morgen noch packen und am Sonntag geht es dann los, erste Etappe bis an den Kaiserstuhl, hier waren wir schon ein paar mal. Für den ersten Fahrtag genau richtig nicht all zu weit, schöne Gegend und ein toller Campingplatz. Wir werden berichten…

Schalldämmung Teil 2

Jetzt gibt`s was weniger auf die Ohren

Wie Ihr ja im vorherigen Beitrag lesen konntet, hat die (neue) Dämmung der Motorhaube nicht wirklich was gebracht, jedenfalls was die Geräuschkulisse im Fahrerhaus angeht. Nach einem netten Kontakt über FB zu einem LT-Kollegen, welcher in Sachen Schalldämmung laut eigener Aussage erfolgreicher war, habe ich mich entschlossen seinem Beispiel zu folgen und mir eine Rolle Reckhorn ABX-tra 2,5mm Abutyl Folie bestellt.

Also Samstag Morgen den LT in die Halle gestellt und angefangen die Sitze auszubauen und die Fußmatte herauszunehmen. Hier das „nackte“ Fahrerhaus.

Wie man auf den Bildern ganz gut erkennen kann, hat sich über die Jahre unter der Fußmatte und den Sitzen einiges an Dreck angesammelt, welchen es erst mal zu entfernen galt. Nach einer Grundreinigung mit Staubsauger und einigen Eimern Wasser habe ich rund zweieinhalb Stunden jeden Winkel mit Aceton von Staub und Fett befreit, schließlich soll die Verbindung zwischen Blech und Dämmmatte möglichst vollständig sein.

Nachdem dies überstanden war, ging´s ans Eingemachte, also Handschuhe anziehen (die Aluschicht ist an den Kanten sehr scharf) und loslegen. Anfangs hatte ich versucht die Zuschnitte mit einer Mulitfunktionsschere zu machen, was sich jedoch recht schwierig gestaltet, da die Bitumenschicht dadurch mehr gerissen als geschnitten wird. Schnell bin ich also dazu über gegangen, die Folie mit dem Cuttermesser auf einer Kartonunterlage zu schneiden, das ging wirklich prima.

Da Matteo den Tag bei Oma verbrachte, konnte Karin sich an die Bezüge für die Sitzbank machen.

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Gegen 22:30 Uhr war es dann vollbracht, die Bodenbleche im Fahrerhaus waren vollständig mit Dämmfolie ausgekleidet und ich entsprechend platt. Das Zusammenbauen und den Hörtest habe ich dann auf Grund der vorgerückten Stunde doch auf den nächsten Tag verschoben. Optisch hat es mir schon ganz gut gefallen.

Auf den Bildern liegen die Kabel noch mehr oder weniger wild rum, diese wurden natürlich vor dem Zusammenbau zu Strängen gebündelt und fixiert. Falls jemand von Euch ähnliches vor hat, denkt daran, alle Kanten der einzelnen Dämmungsstücke mit Tape zu überkleben, wenn Kabel darüber laufen. Die Aluschicht ist wie zuvor schon erwähnt höllisch scharf und die Kabel würden sich an diesen Stellen vermutlich sehr schnell durchscheuern (Leider habe ich vergessen davon noch Bilder zu machen).

Eine kurze Probefahrt hat dann schon recht deutlich gezeigt, die Mühe hat sich gelohnt, auf eine weitere dB Messung habe ich aus Zeitmangel, aber auch weil der Unterschied mehr als deutlich war, verzichtet. Der Langzeittest bei 90 – 100 km/h auf der Autobahn wird dann im Urlaub nachgeholt.

Nun ist die Bravo-Charlie fast bereit für den Urlaub, eine Sache schwirrt mir schon lange im Kopf rum und nun habe ich mich dazu entschlossen, dies auch umzusetzen, aber dazu demnächst mehr hier im Blog.

Die „Motorhaube“

Der eigentliche Grund für die neue Dämmung der Motorhaube war den LT innen etwas leiser zu bekommen, als Akustiklaie hatte ich angenommen, dass hier der größte Effekt zu erzielen sei. Bin dann den Empfehlungen einiger Forumskollegen gefolgt und habe mir in der Bucht 1m² selbstklebende 20mm Dämmmatten bestellt. Der zweite Grund die Dämmung zu ersetzten, war der Zustand der originalen, fast 30 Jahre alten, Dämmung. Wie diese, sicherlich auch dank dem ein oder anderen Marderbesuch, aussah, seht Ihr hier ganz gut

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ziemlich „angefressen“, die alte Dämmung

Also erst mal alles raus und dann wie so oft hieß es putzen, putzen, putzen…

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Dank reichlichem Einsatz von Bremsenreiniger war aber auch dies eine durchaus lösbare Aufgabe und der spannende Teil begann. Das dieses Material keinen großen Spielraum für Korrekturen lässt war mir schon bekannt, dass diese aber exakt Null beträgt hat mich doch überrascht.

Kurz gesagt, das Zeug klebt wie Hölle, einmal angesetzt gibt es nur eine Richtung. Man hat den Dreh jedoch recht schnell raus und es soll ja schließlich keinen Schönheitspreis gewinnen sondern seinen Zweck erfüllen. Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der „Lebensdauer“ der neuen Dämmung war durch die Klebewirkung auch ganz schnell ad acta gelegt.

Nach viel Schneiden und Kleben war dann mein Flickenteppich fertig und kann sich sogar sehen lassen, finde ich jedenfalls.

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Der fertige „Flickenteppich“, nicht schön aber funktional

Was den Effekt angeht gebe ich zu, hatte ich mir wesentlich mehr erwartet, auch ein Messen ergab gerade mal eine Geräuschreduzierung von unter einem dB. Nach einigen Recherchen bei Onkel Google und einem Gespräch mit einem Akustik affinen Freund von mir war auch mir klar, die Dämmung kann da gar nichts dafür, es liegt alleine daran, dass über die Motorhaube (da aus Kunststoff) sowieso nur recht wenig Schall ins Fahrerhaus dringt.

Der meiste Schall kommt über die Bodenbleche, welche von Werk aus zwar gedämmt ist, aber eben nur teilweise und nur mit einem geringen Flächengewicht. Somit war das nächste Projekt auch schon geboren und ich werde entsprechend hier berichten.

Einen großen Vorteil hatte das Ganze aber jetzt schon, das Gewicht der Motorhaube hat sich erheblich veringert.

was lange währt, wird endlich gut…

Schon seit wir uns die Bravo-Charlie 2014 zugelegt haben, war ich auf der Suche nach einer Doppelsitzbank für die Beifahrerseite, was jedoch immer an „zu weit weg“ oder „zu teuer“ gescheitert ist. Da wir letztes Jahr keine größeren Touren gemacht haben und uns stattdessen auf einem Campingplatz in der Nähe herumgetrieben. So konnte Karin mit unserem kleinen Peugot fahren, während Matteo und ich stilgerecht mit dem Womo unterwegs waren.

Der Leidensdruck war also nicht groß genug, dies hat sich dieses Jahr geändert, da klar war, dass wir mal wieder etwas Strecke machen wollen. So habe ich Anfang des Jahres mit einer intensiven Suche in der „Bucht“ und im LT-Forum wurde ich dann tatsächlich fündig. Dank einer Spedition (nördlich von Kassel war mir dann für eine spontane Abholfahrt doch zu weit) konnten wir die Sitzbank dann drei Tage später tatsächlich in Empfang nehmen.

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Hier die Sitzbank frisch angekommen

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noch etwas schmutzig…
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aber der Reiniger zeigt schon Wirkung

Nach viel Schrubben habe ich das gute Stück aber doch wieder recht sauber bekommen, da es sich um eine Kunststoffoberfläche handelt, war sowieso klar, dass wir einen Bezug brauchen würden.

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nicht neu, aber sauber

Der Einbau an sich war dann kein Problem, das ging sogar alleine völlig problemlos. Die Bank wird mit zwei Schrauben mit dem Rahmen verbunden und kann seitlich weggeklappt werden, schließlich muss man ja auch an die Motorhaube kommen, welche sich beim LT bekanntlich zwischen Fahrer- und Beifahrersitz befindet, bei Verwendung einer Doppelsitzbank also unter dem mittleren Sitz.

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Fertig eingebaut, fehlen nur noch die Bezüge…

Apropos Motorhaube, das gibt das nächste Projekt, ich werde in Kürze hier darüber berichten.