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Frankreich…oder doch nicht?

 

Sicher haben sich ein paar schon gefragt, ob wir in Frankreich verschollen sind, nein sind wir nicht, aber es lief alles etwas anders als geplant, daher hier der Rest der Reise als Rückblick.

Wie schon im letzten Post geschrieben, haben wir in L’Isle-sur-le-Doubs entschieden, erst einmal entschieden wohin es weiter gehen soll. Aber erstmal kam Abends ein Gewitter und es wurde richtig frisch, auch in der Nacht hat es mehr oder weniger durchgeregnet.

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Die Wahl fiel auf Besançon und die Fahrt dorthin verlief recht ereignislos, wenn man mal von den zunehmend schlechteren Straßenzuständen absieht. Dort angekommen war jedoch die Zufahrt zum Campingplatz, so wie uns das Navi leiten wollte, durch eine Durchfahrt mit einer Höhe von 2,40 m beschränkt, für uns also 75 cm zu niedrig. Nach gefühlten 20 Kreisverkehren und unter Missachtung eines „Durchfahrt verboten“ Schilds in einer Baustelle (auf der weit und breit niemand gearbeitet hat) haben wir es dann doch noch geschafft auf den Campingplatz zu gelangen. Nachdem wir aufgebaut hatten und es nach wie vor recht windig und kalt war, beschlossen wir erstmal in den benachbarten Carrfour zu gehen und ein bisschen einzukaufen. Der Weg dorthin führte mitten durch die erwähnte Baustelle, auf der nun zu Matteo´s Freude ordentlich Bagger und LKW´s zu Gange waren.

Leider hat es kurz nach unserer Rückkehr wieder angefangen zu regnen und auch die Temperatur ging noch mal ordentlich in den Keller ( 9° C um 16 Uhr) und ein Blick auf´s Wetterradar zeigte es wird eher schlimmer als besser. Die Nacht über haben wir sogar die Heizung laufen lassen müssen und auch am nächsten Morgen, war keine Besserung in Sicht.

Daher war Krisensitzung angesagt, schließlich war es draußen nur noch mit dicken Socken, langer Hose und Jacke auszuhalten. Wir haben lange die Wettervorhersagen für unsere nächsten potentiellen Ziele studiert und mussten feststellen, vor nächsten Mittwoch wird es nichts mit besserem Wetter, außer wir fahren bis fast nach Marseille hinunter. Da es ja inzwischen schon Samstag und somit fast Urlaubshalbzeit war, meinte ich zu Karin, lass und einfach mal schauen, wie das Wetter Richtung Deutschland aussieht. Gesagt, getan und siehe da, ab Sonntag Abend für die ganze Woche schön und warm.

So fiel uns der Entschluss recht leicht, wir packen zusammen und treten den geordneten Rückzug an, dieses Mal den kompletten Weg über die Autobahn. Um Karin die Fahrt etwas erträglicher zu machen, hab ich einen Platz auf der Strecke gesucht und der Campingplatz in Belfort hat sich ganz gut angehört, mehr dazu im nächsten Beitrag.

Noch ein Satz zum Thema Mautstraßen vermeiden, es ist zwar erst drei Jahre her, seit ich das letzte Mal mautfrei in Frankreich unterwegs war, aber man hat den Straßen deutlich angemerkt, dass seitdem auch wenig bis nichts zur Erhaltung selbiger getan wurde. Kurz gesagt, es ist inzwischen eine ganz schöne Schinderei, wenn man die Bezahlautobahnen meiden will. Zumindest bis/ab Besançon würde ich das nicht mehr machen, der Stress und Zeitaufwand, welchen das Umschiffen diverser Schlaglöcher kostet, sind die paar Euronen welche man spart nicht wert.

 

 

Und weiter geht’s 

Nun sind wir doch länger am Kaiserstuhl geblieben, als zunächst geplant. Aber genau das ist ja das schöne am reisen im Wohnmobil, wenn’s einem gut gefällt, bleibt man eben eine Nacht länger. Aber erstmal ein Rückblick auf die letzten Tage. 

Auch der Dienstag war heiß, fast ein bisschen zu heiß. Aber im Schatten ließ es sich gut aushalten. Den Tag über haben wir kaum was gemacht, nur Matteo scheint das Wetter nicht zu beeindrucken, am liebsten düßt er mit seinem Pucky über den Campingplatz. Gegen Abend, als die Temperaturen etwas erträglicher wurden habe ich an einem der unzähligen Straßenstände noch frisches Obst geholt, welches mit Hingabe verzehrt wurde. 

Entsprechend platt und müde sind wir früh zu Bett gegangen, doch gegen 01:20 Uhr wachte ich auf und wähnte mich im ersten Moment auf einem Segelschiff während eines Sturms. Draußen tobte ein Gewitter, das sich gewaschen hatte.

Also schnell raus und alles in Sicherheit bringen, das Sonnensegel hatte ich zum Glück schon abends, als etwas Wind aufkam schon abgebaut. Für mindestens zehn Minuten war es dauerhaft hell, da es ohne Unterbrechung geblitzt hat, wirklich beeindruckend. Der einzige, den das ganze völlig kalt gelassen hat, war Matteo, er hat seelenruhig weiter geschlafen. 

Nach eineinhalb Stunden war das ganze Spektakel vorbei und ich bin wieder ins Bett gekrochen. Am nächsten Morgen war für uns nach einer, außer für den kleinen Mann, recht kurzen Nacht klar, wir fahren erst am Donnerstag. 

So ging es dann heute nach dem Frühstück los, erst noch zum Lidl nach Breisach und dann gen Westen über den Rhein. Circa 50 km vor dem angestrebten Nachtlagerplatz dann ein kurzer Schreckmoment, die Kühltemperaturleuchte fing plötzlich zu blinken an, eigentlich ein Zeichen, dass zu wenig Kühlmittel drin ist, zumindest wenn die Temperatur im normalen Bereich liegt. Also angehalten, alles ausgeräumt, aber der Stand der Kühlflüssigkeit war ok. Zum Glück kenne ich inzwischen ein paar LT Kollegen und nach kurzem Telefonat waren wir wieder beruhigt, ist eine bekannte „VW-Krankheit“, die Fühler „spinnen“ ab und an, kein Grund zur Sorge, solange die Temperatur nicht hoch geht. 

So brachten wir auch die letzten Kilometer gut hinter uns, auch wenn uns die ganze Aktion fast eine Stunde gekostet hat. Der Platz hier in L’Isle-sur-le-Doubs hat seine besten Zeiten zwar schon eine Weile hinter sich, aber für eine Nacht ist er ok.

Morgen,  nach dem Frühstück, wird dann der Familienrat entscheiden, wo es als nächstes hin geht… 

On the road again… 

Der „Packtag“ war zwar anstrengend, jedoch relativ unspektakulär, daher gibt es hiervon recht wenig zu berichten. Nur so viel, nachdem alles verstaut ist zeigt sich die Wirkung der neuen Federn erst so richtig, man sieht der Bravo-Charlie gar nicht an, dass sie nun voll beladen ist. 

Am Sonntag um halb eins ging es dann los, erste Etappe über Karlsruhe nach Ihringen am Kaiserstuhl. 

Hier auf dem Campingplatz waren wir, damals noch ohne Matteo, 2014 schon zweimal. Schon damals fanden wir den Platz toll, freundlich, sauber und richtig ruhig und so ist er immer noch. 

Die Fahrt an sich verlief ruhig, es war zwar recht windig, aber im Gegensatz zu früher merkt man das in der Bravo-Charlie kaum noch. Auch unsere kleiner Mann fühlte sich auf dem Mittelsitz sichtlich wohl, erst nach der letzten Pause wurde er etwas „knatschig“, hat es dann aber vorgezogen einen Mittagsschlaf einzulegen. 

Nach einer ruhigen Nacht ist es heute heiß, was sich im Schatten der Markise bei einem kühlen Getränk aber gut ertragen lässt. 

 Ursprünglich wollten wir nur eine Nacht hier verweilen, haben aber schon auf der Fahrt beschlossen, angesichts der doch recht stressigen letzten Wochen, mindestens bis Mittwoch zu bleiben, einer der Vorteile, wenn man ohne bestimmtes Ziel unterwegs ist. 

So lässt es sich gut aushalten… 

Schrauben, Oldtimertreffen und ein Stolperer…

Der Einbau des Bremskraftreglers gestern Abend ging unproblematischer von Statten, als zunächst vermutet. Die drei Bremsleitungen ließen sich ohne größere Probleme lösen, nicht ganz selbstverständlich, schließlich war es seit fast 30 Jahren das erste Mal, dass diese bewegt wurden. Dank Martins Hilfe war dann auch schnell entlüftet und der BKR eingestellt. Jetzt noch kurz auf den Bremsenprüfstand, alles grün, top Bremswerte, somit stand der Abnahme heute nichts mehr im Wege. Verzeiht mir bitte, aber auf Grund der doch recht knappen Zeit, habe ich vom Tausch keine Fotos gemacht.

Heute Früh um halb acht ging es dann nach Pfedelbach zu GTÜ, die Federn wollen ja noch offiziell in Augenschein genommen werden. Die Fahrt dort hin konnte ich gleich als ausgiebige Probefahrt nutzen und was soll ich sagen, die Bravo-Charlie fährt sich richtig toll, die vielen Stunden Arbeit haben sich wirklich gelohnt. Kein Schwimmen mehr bei unebener Strecke oder in Kurven, 90 km/h verursachen kein Klingeln mehr in den Ohren und selbst an Steigungen sind 60-70 km/h kein großes Problem mehr, dabei ist der Motor nach den langen Standzeiten in den letzten eineinhalb Jahren noch gar nicht richtig „freigefahren“. Ich genoss also die Fahrt und hab schon mal die Urlaubsplaylist laufen lassen, da kam fast schon Reisestimmung auf und viertel vor acht stand ich als erster vor der Prüfhalle.

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Doch ich stand nicht lange alleine dort, kurz nach mir kam ein Mercedes W123 im typischen 80er Jahre beige auf den Hof gefahren und ein paar Minuten später ein wirklich schön restaurierter schwarzer Mustang. Während wir auf den Prüfer warteten tauschten wir unsere Erfahrungen aus und begutachteten das Fahrzeug des jeweils anderen. Als kurz vor acht dann der Prüfer ankam, meinte der nur mit einem Grinsen „Ist denn heute Oldtimertag?“

Die eigentliche Abnahme war dann auch in 15 Minuten über die Bühne und man hat dem Prüfer angemerkt, dass er ein Herz für ältere Fahrzeuge hat. Nachdem er den „neuen“ Bremskraftregler gesehen hat und ich ihm die Geschichte der letzen Woche erzählt hatte, war die Sache durch und die Eintragung in meiner Tasche.

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Als ich gerade den Heimweg antreten wollte rief Karin an, Matteo ist in der Kita gestolpert und auf´s Kinn gefallen – Platzwunde, na toll und das zwei Tage vor dem Urlaub. Kurz nachdem ich wieder zu Hause war, kamen die zwei vom Arzt, mit einem Stich genäht, also halb so wild, wird zwar etwas einschränken, was das Baden in der ersten Woche angeht, aber hätte schlimmer kommen können.

Jetzt morgen noch packen und am Sonntag geht es dann los, erste Etappe bis an den Kaiserstuhl, hier waren wir schon ein paar mal. Für den ersten Fahrtag genau richtig nicht all zu weit, schöne Gegend und ein toller Campingplatz. Wir werden berichten…

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Wie im letzen Beitrag beschrieben, hatte ich ja vor, erst nach dem Austausch des defekten Bremskraftreglers hier ein Update einzustellen. Nun habe mich aber um entschieden, die emotionale Achterbahnfahrt der letzten Tage hat ja auch mein Umfeld mitbekommen (und mit gelitten). Wie Ihr schon dem Titelbild entnehmen könnt, ist der Austausch BKR endlich da, aber für alle die das ganze Drama nicht mitbekommen haben, von Anfang an…

Am Montag sah alles noch ganz gut aus, haben von Pit Bescheid bekommen, dass der BKR auf dem Weg ist, als jedoch gestern, am Mittwoch, immer noch kein Paket da war, wurde ich schon etwas nervös. Nach einigen Mails hin und her waren Pit und ich sehr ratlos, denn nach seiner Erfahrung kamen die rund 200 BKR´s welche er schon repariert und verschickt hatte immer am nächsten Tag an, Murphy´s law lässt grüßen, nur bei uns eben nicht. Klar ist jedoch, auch wenn das Paket am Donnerstag ankommt, wird alles furchtbar knapp, schließlich muss die Bravo-Charlie auch noch zur Abnahme der Zusatzfedern und das geht nur unter der Woche…

Um kurz vor 10 Uhr heute kam dann die erlösende Nachricht, das Paket ist angekommen, sobald die große Bühne heute frei wird, geht´s für mich nach Hause – Schrauben ist mal wieder angesagt.

BKR

Der Endspurt hat es in sich

Eigentlich war das letzte „Upgrade“ für die Bravo-Charlie gut durchgeplant und wo ein „eigentlich“ auftaucht steht auch irgendwo ein „aber“, dazu kommen wir später.

Lange schon hatten wir, da die Blattfedern der Hinterachse nach fast 30 Jahren naturgemäß in Ihrer Wirkung nachgelassen haben (schließlich fahren wir ein Fahrzeug, welches sein Leben lang nahe am zulässigen Gesamtgewicht arbeitet), mit dem Gedanken gespielt eine Zusatzfederung einzubauen.

Vorletzten Dienstag also den Satz Federn bestellt, bei 2-3 Tagen Lieferzeit sollte das bis zum Wochenende ja kein Problem darstellen. Als jedoch freitags immer noch kein Paket angekommen war, hab ich den Händler mal angeschrieben. Da dieser wohl direkt vom Hersteller MAD in den Niederlanden verschicken lässt und dort alle schon im Wochenende waren, kam die Aufklärung erst Montags, durch einen Fehler in der Bestandsführung bei MAD war noch gar nichts verschickt worden.

Einige weitere Emails später war dann klar, das Paket wird am Dienstag an uns verschickt, also die ganze Woche die Daumen gedrückt, dass es allerspätestens Freitags ankommt (Donnerstag war ja Fronleichnam und somit in Baden-Württemberg Feiertag). Und tatsächlich, am Freitag um 13:30 Uhr bog endlich der lang ersehnte Paketdienstbus in den Hof.

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Soweit war schon alles vorbereitet, der LT auf der Hebebühne, Hinterräder demontiert und die Leitung vom Zusatzgastank schon mal los geschraubt (wäre den Federaufnahmen im Weg gewesen und musste anders gelegt werden).

So konnte es gleich los gehen, also die Arbeitsklamotten angezogen und angefangen zu schrauben. Die Seite mit der Gasleitung, welche mir im Vorfeld doch einiges an Kopfzerbrechen bereitet hatte, stellte sich als die „einfache“ Seite heraus. So soll das ganze montiert aussehen (aus der Einbauanleitung):

Die Achse wird auf der linken Seite nämlich dicker und das genau an der Stelle, wo die untere Federaufnahme mit der Achse verspannt wird (siehe rechtes Bild, rote Markierung). So bedurfte es einiger Überzeugungsarbeit mit dem Hammer, schließlich müssen untere und obere Federaufnahme genau gleich positioniert sein. Einige schweißtreibende Minuten später war es dann geschafft und die Federn grob ausgerichtet.

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Jetzt noch die Federn einsetzen, leicht unter Last stellen und endgültig ausrichten, das sollte es dann gewesen sein.

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Also noch schnell Luft- und Kraftstofffilter tauschen, die hatten schließlich beide auch schon einige Jährchen auf dem Buckel, dann ging es auf die kurze Probefahrt. Was soll ich sagen, der Unterschied zu vorher ist schon gewaltig, wo man sonst in Kurven das Gefühl hatte zu „schwimmen“ fährt die Bravo-Charlie sich nun eher wie ein PKW.

Jetzt werdet Ihr sagen, na dann ist doch alles gut, tja, jetzt kommt das oben erwähnte „aber“. Bevor es zum TÜV zur Abnahme und Eintragung geht, sollte sich ein Fachmann das ganze nochmal anschauen. So habe ich mich zusammen mit einem Freund nochmal unter´s Womo begeben und dann der Schock. Am lastenabhängigen Bremskraftregler waren deutlich Spuren von Bremsflüssigkeit zu sehen, eindeutig ein Defekt mit dem nicht zu spaßen ist.

Nach kurzer Recherche war klar, das Teil gibt es nicht mehr neu, deshalb die Kollegen von den LT-Freunden und die Facebookgruppe VW LT Drivers Germany um Rat gebeten. Dass der Zusammenhalt unter den LT Fahrern sehr gut ist und man immer fachkundigen Rat bekommt wussten wir schon, was aber dann gestern abging hat uns echt sprachlos gemacht.

Innerhalb von 2 Stunden hatte ich die Zusage, dass ein Formumskollege gleich heute einen komplett überholten Bremskraftregler an uns verschickt, an dieser Stelle nochmals vielen Dank an Stefan und Pit, falls wir uns irgendwann mal über den Weg laufen, habt Ihr mehr als ein Bierchen bei mir gut.

Samstag Abend dachten wir noch, unser Urlaub ist gestorben, jetzt können wir uns wieder drauf freuen. Wird dadurch zwar eine stressige Woche, aber immerhin geht es weiter. Natürlich werde ich über den weiteren Fortschritt berichten.

Schalldämmung Teil 2

Jetzt gibt`s was weniger auf die Ohren

Wie Ihr ja im vorherigen Beitrag lesen konntet, hat die (neue) Dämmung der Motorhaube nicht wirklich was gebracht, jedenfalls was die Geräuschkulisse im Fahrerhaus angeht. Nach einem netten Kontakt über FB zu einem LT-Kollegen, welcher in Sachen Schalldämmung laut eigener Aussage erfolgreicher war, habe ich mich entschlossen seinem Beispiel zu folgen und mir eine Rolle Reckhorn ABX-tra 2,5mm Abutyl Folie bestellt.

Also Samstag Morgen den LT in die Halle gestellt und angefangen die Sitze auszubauen und die Fußmatte herauszunehmen. Hier das „nackte“ Fahrerhaus.

Wie man auf den Bildern ganz gut erkennen kann, hat sich über die Jahre unter der Fußmatte und den Sitzen einiges an Dreck angesammelt, welchen es erst mal zu entfernen galt. Nach einer Grundreinigung mit Staubsauger und einigen Eimern Wasser habe ich rund zweieinhalb Stunden jeden Winkel mit Aceton von Staub und Fett befreit, schließlich soll die Verbindung zwischen Blech und Dämmmatte möglichst vollständig sein.

Nachdem dies überstanden war, ging´s ans Eingemachte, also Handschuhe anziehen (die Aluschicht ist an den Kanten sehr scharf) und loslegen. Anfangs hatte ich versucht die Zuschnitte mit einer Mulitfunktionsschere zu machen, was sich jedoch recht schwierig gestaltet, da die Bitumenschicht dadurch mehr gerissen als geschnitten wird. Schnell bin ich also dazu über gegangen, die Folie mit dem Cuttermesser auf einer Kartonunterlage zu schneiden, das ging wirklich prima.

Da Matteo den Tag bei Oma verbrachte, konnte Karin sich an die Bezüge für die Sitzbank machen.

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Gegen 22:30 Uhr war es dann vollbracht, die Bodenbleche im Fahrerhaus waren vollständig mit Dämmfolie ausgekleidet und ich entsprechend platt. Das Zusammenbauen und den Hörtest habe ich dann auf Grund der vorgerückten Stunde doch auf den nächsten Tag verschoben. Optisch hat es mir schon ganz gut gefallen.

Auf den Bildern liegen die Kabel noch mehr oder weniger wild rum, diese wurden natürlich vor dem Zusammenbau zu Strängen gebündelt und fixiert. Falls jemand von Euch ähnliches vor hat, denkt daran, alle Kanten der einzelnen Dämmungsstücke mit Tape zu überkleben, wenn Kabel darüber laufen. Die Aluschicht ist wie zuvor schon erwähnt höllisch scharf und die Kabel würden sich an diesen Stellen vermutlich sehr schnell durchscheuern (Leider habe ich vergessen davon noch Bilder zu machen).

Eine kurze Probefahrt hat dann schon recht deutlich gezeigt, die Mühe hat sich gelohnt, auf eine weitere dB Messung habe ich aus Zeitmangel, aber auch weil der Unterschied mehr als deutlich war, verzichtet. Der Langzeittest bei 90 – 100 km/h auf der Autobahn wird dann im Urlaub nachgeholt.

Nun ist die Bravo-Charlie fast bereit für den Urlaub, eine Sache schwirrt mir schon lange im Kopf rum und nun habe ich mich dazu entschlossen, dies auch umzusetzen, aber dazu demnächst mehr hier im Blog.

Die „Motorhaube“

Der eigentliche Grund für die neue Dämmung der Motorhaube war den LT innen etwas leiser zu bekommen, als Akustiklaie hatte ich angenommen, dass hier der größte Effekt zu erzielen sei. Bin dann den Empfehlungen einiger Forumskollegen gefolgt und habe mir in der Bucht 1m² selbstklebende 20mm Dämmmatten bestellt. Der zweite Grund die Dämmung zu ersetzten, war der Zustand der originalen, fast 30 Jahre alten, Dämmung. Wie diese, sicherlich auch dank dem ein oder anderen Marderbesuch, aussah, seht Ihr hier ganz gut

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ziemlich „angefressen“, die alte Dämmung

Also erst mal alles raus und dann wie so oft hieß es putzen, putzen, putzen…

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Dank reichlichem Einsatz von Bremsenreiniger war aber auch dies eine durchaus lösbare Aufgabe und der spannende Teil begann. Das dieses Material keinen großen Spielraum für Korrekturen lässt war mir schon bekannt, dass diese aber exakt Null beträgt hat mich doch überrascht.

Kurz gesagt, das Zeug klebt wie Hölle, einmal angesetzt gibt es nur eine Richtung. Man hat den Dreh jedoch recht schnell raus und es soll ja schließlich keinen Schönheitspreis gewinnen sondern seinen Zweck erfüllen. Meine anfänglichen Bedenken hinsichtlich der „Lebensdauer“ der neuen Dämmung war durch die Klebewirkung auch ganz schnell ad acta gelegt.

Nach viel Schneiden und Kleben war dann mein Flickenteppich fertig und kann sich sogar sehen lassen, finde ich jedenfalls.

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Der fertige „Flickenteppich“, nicht schön aber funktional

Was den Effekt angeht gebe ich zu, hatte ich mir wesentlich mehr erwartet, auch ein Messen ergab gerade mal eine Geräuschreduzierung von unter einem dB. Nach einigen Recherchen bei Onkel Google und einem Gespräch mit einem Akustik affinen Freund von mir war auch mir klar, die Dämmung kann da gar nichts dafür, es liegt alleine daran, dass über die Motorhaube (da aus Kunststoff) sowieso nur recht wenig Schall ins Fahrerhaus dringt.

Der meiste Schall kommt über die Bodenbleche, welche von Werk aus zwar gedämmt ist, aber eben nur teilweise und nur mit einem geringen Flächengewicht. Somit war das nächste Projekt auch schon geboren und ich werde entsprechend hier berichten.

Einen großen Vorteil hatte das Ganze aber jetzt schon, das Gewicht der Motorhaube hat sich erheblich veringert.

was lange währt, wird endlich gut…

Schon seit wir uns die Bravo-Charlie 2014 zugelegt haben, war ich auf der Suche nach einer Doppelsitzbank für die Beifahrerseite, was jedoch immer an „zu weit weg“ oder „zu teuer“ gescheitert ist. Da wir letztes Jahr keine größeren Touren gemacht haben und uns stattdessen auf einem Campingplatz in der Nähe herumgetrieben. So konnte Karin mit unserem kleinen Peugot fahren, während Matteo und ich stilgerecht mit dem Womo unterwegs waren.

Der Leidensdruck war also nicht groß genug, dies hat sich dieses Jahr geändert, da klar war, dass wir mal wieder etwas Strecke machen wollen. So habe ich Anfang des Jahres mit einer intensiven Suche in der „Bucht“ und im LT-Forum wurde ich dann tatsächlich fündig. Dank einer Spedition (nördlich von Kassel war mir dann für eine spontane Abholfahrt doch zu weit) konnten wir die Sitzbank dann drei Tage später tatsächlich in Empfang nehmen.

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Hier die Sitzbank frisch angekommen

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noch etwas schmutzig…
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aber der Reiniger zeigt schon Wirkung

Nach viel Schrubben habe ich das gute Stück aber doch wieder recht sauber bekommen, da es sich um eine Kunststoffoberfläche handelt, war sowieso klar, dass wir einen Bezug brauchen würden.

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nicht neu, aber sauber

Der Einbau an sich war dann kein Problem, das ging sogar alleine völlig problemlos. Die Bank wird mit zwei Schrauben mit dem Rahmen verbunden und kann seitlich weggeklappt werden, schließlich muss man ja auch an die Motorhaube kommen, welche sich beim LT bekanntlich zwischen Fahrer- und Beifahrersitz befindet, bei Verwendung einer Doppelsitzbank also unter dem mittleren Sitz.

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Fertig eingebaut, fehlen nur noch die Bezüge…

Apropos Motorhaube, das gibt das nächste Projekt, ich werde in Kürze hier darüber berichten.

hier hat alles seinen Anfang

Warum habe ich mich entschlossen einen Blog zu starten, weniger weil ich denke, dass unsere Erlebnisse auf Reisen so viele Leute interessieren, sondern mehr als eine Art Tagebuch, in das ich in ein paar Jahren wieder reinschauen und mich erinnern kann.

Natürlich freue ich mich dennoch, falls sich jemand hier her verirrt und meine Beiträge vielleicht auch noch interessant findet. Wenn dem so ist, scheut Euch nicht uns zu kontaktieren.

Gegen eine „Vergangenheitsbewältigung“ habe ich mich bewusst entschieden, evtl. werden zurückliegende Reisen und Erlebnisse in kommenden Beiträgen „aufgearbeitet“, mal schauen.

Da wir gerade fleißig dran sind uns auf den anstehenden Urlaub vorzubereiten werden sich die ersten Beiträge hauptsächlich mit diversen Um- und Ausbauarbeiten befassen. Wo es in den Urlaub hingehen soll, wird später verraten. Bis dahin mal viel Spaß.