Frankreich…oder doch nicht?

 

Sicher haben sich ein paar schon gefragt, ob wir in Frankreich verschollen sind, nein sind wir nicht, aber es lief alles etwas anders als geplant, daher hier der Rest der Reise als Rückblick.

Wie schon im letzten Post geschrieben, haben wir in L’Isle-sur-le-Doubs entschieden, erst einmal entschieden wohin es weiter gehen soll. Aber erstmal kam Abends ein Gewitter und es wurde richtig frisch, auch in der Nacht hat es mehr oder weniger durchgeregnet.

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Die Wahl fiel auf Besançon und die Fahrt dorthin verlief recht ereignislos, wenn man mal von den zunehmend schlechteren Straßenzuständen absieht. Dort angekommen war jedoch die Zufahrt zum Campingplatz, so wie uns das Navi leiten wollte, durch eine Durchfahrt mit einer Höhe von 2,40 m beschränkt, für uns also 75 cm zu niedrig. Nach gefühlten 20 Kreisverkehren und unter Missachtung eines „Durchfahrt verboten“ Schilds in einer Baustelle (auf der weit und breit niemand gearbeitet hat) haben wir es dann doch noch geschafft auf den Campingplatz zu gelangen. Nachdem wir aufgebaut hatten und es nach wie vor recht windig und kalt war, beschlossen wir erstmal in den benachbarten Carrfour zu gehen und ein bisschen einzukaufen. Der Weg dorthin führte mitten durch die erwähnte Baustelle, auf der nun zu Matteo´s Freude ordentlich Bagger und LKW´s zu Gange waren.

Leider hat es kurz nach unserer Rückkehr wieder angefangen zu regnen und auch die Temperatur ging noch mal ordentlich in den Keller ( 9° C um 16 Uhr) und ein Blick auf´s Wetterradar zeigte es wird eher schlimmer als besser. Die Nacht über haben wir sogar die Heizung laufen lassen müssen und auch am nächsten Morgen, war keine Besserung in Sicht.

Daher war Krisensitzung angesagt, schließlich war es draußen nur noch mit dicken Socken, langer Hose und Jacke auszuhalten. Wir haben lange die Wettervorhersagen für unsere nächsten potentiellen Ziele studiert und mussten feststellen, vor nächsten Mittwoch wird es nichts mit besserem Wetter, außer wir fahren bis fast nach Marseille hinunter. Da es ja inzwischen schon Samstag und somit fast Urlaubshalbzeit war, meinte ich zu Karin, lass und einfach mal schauen, wie das Wetter Richtung Deutschland aussieht. Gesagt, getan und siehe da, ab Sonntag Abend für die ganze Woche schön und warm.

So fiel uns der Entschluss recht leicht, wir packen zusammen und treten den geordneten Rückzug an, dieses Mal den kompletten Weg über die Autobahn. Um Karin die Fahrt etwas erträglicher zu machen, hab ich einen Platz auf der Strecke gesucht und der Campingplatz in Belfort hat sich ganz gut angehört, mehr dazu im nächsten Beitrag.

Noch ein Satz zum Thema Mautstraßen vermeiden, es ist zwar erst drei Jahre her, seit ich das letzte Mal mautfrei in Frankreich unterwegs war, aber man hat den Straßen deutlich angemerkt, dass seitdem auch wenig bis nichts zur Erhaltung selbiger getan wurde. Kurz gesagt, es ist inzwischen eine ganz schöne Schinderei, wenn man die Bezahlautobahnen meiden will. Zumindest bis/ab Besançon würde ich das nicht mehr machen, der Stress und Zeitaufwand, welchen das Umschiffen diverser Schlaglöcher kostet, sind die paar Euronen welche man spart nicht wert.

 

 

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